In Gedenken

Das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann, steht in den Herzen seiner Mitmenschen.

Norbert SchneiderFeuerwehr - ein Leben lang. Ein großer Rückschlag für unseren Löschzug und die gesamte Freiwillige Feuerwehr Würzburg war der Tod von Norbert Schneider am 11. April 2009, der für die Feuerwehr wie kaum ein anderer gelebt hat. 

Norbert war viele Jahre Gruppenführer und Zugführer (1982 - 1992) im Löschzug 3 Sanderau, anschließend Stadtbrandinspektor und Vereinsvorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr Würzburg. Wenige Wochen vor seinem Tod wurde der Feuerwehrmann im Zuge der Jahreshauptversammlung zum Ehrenmitglied der Freiwilligen Feuerwehr Würzburg ernannt und erhielt dafür von den Anwesenden stehende Ovationen.

Der Löschzug 3 Sanderau und die gesamte Freiwillige Feuerwehr Würzburg haben mit Norbert einen großartigen und geschätzten Feuerwehrmann verloren. Es bleibt die Erinnerung. Als kleines Zeichen der Anerkennung hat Norbert über den Tod hinaus seinen Spind in unserem Feuerwehrgerätehaus. Wir werden Norbert immer ein ehrendes Gedenken bewahren!


Am Volkstrauertag gedenken wir unseren in den beiden Weltkriegen gefallenen Feuerwehrkameraden. Wir gedenken  ebenso unseren Kameraden, die aufgrund der Gewaltherrschaft der Nationalsozialisten ihr Leben lassen mussten. Krieg, Gewaltherrschaft und Terror bedeuten immer Leid, Elend und Tod. Früher wie heute. Unsere Verantwortung gilt dem Frieden unter den Menschen - zu Hause und in der ganzen Welt.

Gedenktafel Lindner/VolkNamentlich bekannt sind uns durch die Löschzug-Chronik Otto Volk und Hans Lindner, beide gefallen im Ersten Weltkrieg. Eine Gedenktafel in unserem Schulungsraum ist diesen beiden Feuerwehrkameraden gewidmet. Auch der Zweite Weltkrieg hat von der Feuerwehr hohen Tribut gefordert.


Ein Stolperstein wurde unserem Feuerwehrmann Jakob Sichel gewidmet. Jakob Sichel gehörte in den Jahren 1919 - 1934 der Freiwilligen Feuerwehr Würzburg an (der Eintritt in die Feuerwehr erfolgte wohl gegen Ende 1918). Er war Sanitäter im 2. Technischen Zug der 5. Kompanie und somit in unserem Löschzug tätig (siehe dazu unsere Rubrik Geschichte). Sichel wurde nach 15 Jahren Feuerwehrdienst von den Nationalsozialisten 1934 aus der Feuerwehr ausgeschlossen, 1938 in das KZ Buchenwald gebracht, 1942 nach Theresienstadt deportiert und am 23. Januar 1943 ermordet.

Stolperstein-Verlegung für Jakob Sichel (Bild: Michael Thissen)Vor seinem früheren Anwesen wurden seiner Frau und ihm Gedenksteine, sogenannte Stolpersteine, in den Fußweg eingelassen. Diese mit den Namen in der NS-Zeit ermordeten jüdischen Mitbürger versehenen, jeweils 10 x 10 cm großen Messing-Steine sollen an die Opfer der Judendeportationen erinnern. Die Stolpersteine werden bündig in den Gehwegen vor den ehemaligen Wohn-, bzw. Arbeitsstätten der Ermordeten eingelassen. Das Auge soll symbolisch "darüber stolpern". Passende Worte fand Kommandant und Stadtbrandrat Klaus-Dieter Schulz:

"Jakob Sichel ist heute in die Reihen seiner ehemaligen Feuerwehr zurückgekehrt."