Geschichte

Am 15. März des Jahres 1875 nahm die Geschichte unseres Löschzugs ihren Anfang: Gegründet als Bezirksfeuerwehr Sanderau, ab 1910 als 5. Kompanie und zuletzt ab 1947 als Löschzug 3 erlebte die Feuerwehr Sanderau zahlreiche Höhen und Tiefen.

Die nachfolgende Chronik soll lediglich einen Überblick über wichtige Ereignisse in der Geschichte unseres Zuges bieten und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wer sich tiefer mit der Materie befassen möchte, kann auf unsere weitaus ausführlichere, gedruckte Chronik zurückgreifen. Viele Bilder und Einsatzberichte aus vergangenen Tagen bieten ferner unsere Stellwände im Gerätehaus - vorbeikommen & anschauen! Alte Fotos, historische Aufnahmen, Fahrzeugbilder usw. nehmen wir jederzeit gerne entgegen!


Die Anfänge der Feuerwehr in der Sanderau | Bezirksfeuerwehr Sanderau

Feuerwehrgerätehaus der Bezirksfeuerwehr am EhehaltenhausNach der Aufhebung der Festungseigenschaft der Stadt Würzburg im Jahr 1867 entwickelte sich gerade in der ehemals von Weinbergen und Gärten geprägten Sanderau eine rege Bautätigkeit. Dabei entstanden auch größere Bauwerke. Für die Feuerwehr war dies zunächst mit Erschwernissen verbunden: Das Löschgerät wurde bis dahin ausschließlich innerhalb der Stadtmauer aufbewahrt und musste bei Bränden erst zu den außerhalb der Wälle gelegenen Gebäude transportiert werden.

Am 15. März 1875 beschloss deshalb der Ausschuss der Freiwilligen Feuerwehr Würzburg die Gründung der Bezirksfeuerwehr Sanderau. Man vereinbarte, dass diese neue Abteilung sich der städtischen Abteilung anschließt und deren Kommando unterordnet. Im Gegenzug würden Geräte und Ausrüstung aus städtischen Mitteln finanziert werden. Letztlich war 1877 die Gründung der Bezirksfeuerwehr endgültig vollzogen, die mit den Gerätschaften eines vollständigen Zugs ausgestattet war: Zwei Spritzen, ein Hydrantenwagen, zwei eiserne Wasserfässer, eine mechanische Leiter (Rettungshöhe 16 Meter) und weitere Ausrüstung waren im Besitz der neuen Feuerwehreinheit.

Steigerturm (Übungsturm) am SanderrasenDie Bezirksfeuerwehr Sanderau war zunächst im Ehehaltenhaus beheimatet. 1883 war der Bestand der Feuerwehr bereits deutlich angewachsen: Eine zweirädrige Saug- und Druckspritze, eine vierrädrige Druckspritze, eine Buttenspritze, zwei Notpfostenwagen, ein eisernes Wasserfass, eine mechanische Leiter von 19 Meter Höhe, ein Steigergerätewagen mit drei Hakenleitern, zwei Dachleitern, ein Rettungsschlauch von 22 Meter Länge. 1885 feierte die Bezirksfeuerwehr bereits ihre 10-jährige Stiftungsfeier und zählte 53 aktive Feuerwehrmänner (Spritzen-Abteilung 31, Schlauchführer-Abteilung 5 und Steiger-Abteilung 17 Mann).

1890 wurde für die Bezirksfeuerwehr eine ständige Bereitschaft organisiert, die durch ein elektrisches Fortläutewerk (Klingeln) von der Polizeistation aus alarmiert wurde. Über die Jahre sind viele Einsätze und Übungen dokumentiert und auch die Ausrüstung entwickelte sich weiter. So hatte die Bezirksfeuerwehr Sanderau 1897 beispielsweise zwei große mechanische Leitern von je 22 Meter Höhe. 1905 feierten die Feuerwehrmänner 30-jähriges Jubiläum. Zu dieser Zeit zählte die Wehr 63 aktive Mitglieder, darunter auch zwei Sanitäter.

1909 und 1910 gab es erste größere Veränderungen: Zum einen gab es 1909 erste Pläne, im Parterre des neu zu erbauenden Flügel der Schillerschule ein neues Sanderauer Feuerwehrhaus unterzubringen und so die beengten Verhältnisse am Ehehaltenhaus zu beseitigen. Außerdem erfolgte 1910 die Neueinteilung der Feuerwehren in Kompanien, wobei die Bezirksfeuerwehr Sanderau in 5. Kompanie (Sanderau) umbenannt wurde.


Umzug in die Schillerschule und Einschnitte durch Weltkriege | 5. Kompanie (Sanderau)

Elektronisches Fortläutewerk im Dachreiter der SchillerschuleIn einer Sitzung des Verwaltungs-Ausschusses der FFW Würzburg wurde am 1. April 1910 die Neueinteilung in Kompanien vorgenommen, wobei aus der Bezirksfeuerwehr Sanderau die 5. Kompanie (Sanderau) wurde. 1911 wurden dieser neuen Kompanie die Pläne für das neue Feuerwehrhaus vorgestellt, die für gut befunden wurden.

Ein Jahr später fand am 5. Mai, einem Sonntag, die feierliche Einweihung des Feuerwehrhauses in der Schillerschule statt. Um Punkt 10 Uhr öffneten sich auf ein Signal von Kommandanten Scheller hin die Tore des geschmückten Feuerwehrhauses und die 5. Kompanie führte eine Übung aus: Dabei wurde auch der Steiger-Übungsturm mit einbezogen: Über einen 22 Meter langen Rettungsschlauch wurden Personen gerettet. An der Eröffnung nahmen zahlreiche Vertreter der Stadt und der Feuerwehr statt.

Die Alarmierung der Kompanie erfolgte über ein elektronisches Fortläutewerk im Dachreiter (Türmchen) der Schillerschule, dass sich auch heute noch dort befindet.

Ab 1914 zeigte der Erste Weltkrieg Auswirkungen auf das Feuerwehrwesen: 1914 waren von 62 Aktiven 16 Feuerwehrmänner an der Front, ein Jahr später waren es schon 20. Zwei Jahre später gab es mit Otto Volk und Hans Lindner die ersten beiden Toten zu verzeichnen. Im Oktober 1917 wurden übungsmäßig ein Fliegerangriff am Hauptbahnhof simuliert, bei dem Lösch- und Rettungsgerät zum Einsatz kam.

Die Teilnehmer der 5. Kompanie am Ersten Weltkrieg, Aufnahme von 19141919 wurden die ersten Feuerwehrmänner begrüßt, die von der Front zurückkamen. Für sie gab es eine Feier im Hutten'schen Garten in der Virchowstraße. 1925 feierte die 5. Kompanie 50-jähriges Bestehen mit einem Festkommers im Hutten'schen Garten. Glückwünsche überbrachten unter anderem Oberkommandant Scheller und Oberbürgermeister Dr. Hans Löffler. 1926 umfasste die Ausrüstung zwei pferdebespannte 22-Meter-Leitern, einen pferdebespannten Mannschaftswagen, zwei Saug- und Druckspritzen, zwei Schlauchhaspeln und sonstige Geräte. Drei Jahre später erhielt das Feuerwehrhaus Sanderau erstmals einen Feuerlöscher der Marke "Total" - zu dieser Zeit eine Neuheit.

1930 wurde im Gerätehaus eine Tafel zum Gedenken an die beiden im Ersten Weltkrieg Gefallenen Otto Volk und Hans Lindner angebracht - diese steht gegenwärtig in unserem Aufenthaltsraum im Regal. Ebenfalls Anfang der 1930er Jahre gab es "Gasschutzkurse" mit Gasschutzgeräten. Im Gegensatz zu den heutigen Atemschutzgeräten ging es primär darum, mit den Gasmasken Reizgase fernzuhalten - dies wurde auch praktisch geübt. Allgemein ging es mit der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten in der 5. Kompanie zunehmend militärischer zu: 1935 gab es beispielsweise eine Schulung in "Fußexerzieren". Dies verstärkte sich Ende der 1930er und Anfang der 1940er Jahre in Form von Luftschutzübungen.

Löschteich auf dem Paradeplatz hinter dem Dom. Solche Löschteiche gab es unter anderem auf dem Sternplatz und dem unteren Marktplatz.Aus dem Zeitraum unmittelbar vor 1945 sind leider keine Berichte erhalten - lediglich 1938 wurde die 5. Kompanie laut Unterlagen in "5. Löschzug" umbenannt. Dieser Name blieb jedoch nur kurze Zeit in Gebrauch.

Eines der dunkelsten Kapitel in ihrer Geschichte erlebte die Würzburger Feuerwehr am 16. März 1945, als die Stadt innerhalb von kürzester Zeit in Schutt und Asche gebombt wurde. Zwar war die Feuerwehr unter anderem mit Löschteichen auf Brände vorbereitet - jedoch rechnete man nicht mit einem Inferno solchen Ausmaßes wie an diesem Abend. Allein zur Brandbekämpfung auf der Festung Marienberg um die Sehenswürdigkeit für die Nachwelt zu bewahren war die Feuerwehr zehn Tage und neun Nächte unter schwersten Bedingungen im Einsatz.


Ein Neuanfang nach dem Zweiten Weltkrieg | Löschzug 3 Sanderau

Vorführung einer alten Spritze beim Feuerwehrfest 1948 auf dem Unteren Marktplatz.Unmittelbar nach dem Krieg wurde im Sommer 1945 im Sanderauer Feuerwehrhaus die "Ständige Feuerwache" für die Stadt Würzburg eingerichtet - mit Ausnahme der Gerätehalle in der Pleich waren nämlich alle anderen Feuerwehrhäuser zerstört. Die "Wiedergeburt" der Freiwilligen Feuerwehr nach dem Krieg wurde am 7. Juli 1946 besiegelt: Einstimmig beschlossen alle Kameraden der Wehr die Wiederherstellung der "Freiwilligen Feuerwehr Würzburg". Auf einer ordentlichen Mitgliederversammlung ein Jahr später gab Oberkommandant Georg Engel bekannt, dass die ehemalige 5. und 6. Kompanie (Sanderau und Rennweg) zukünftig als Löschzug 3 Sanderau operieren. Vertrauensmann für den Löschzug Sanderau wurde Anton Urlaub, der ein Jahr später Löschzugführer wurde. 1949 zog die bis dahin in der Schillerschule untergebrachte "Ständige Wache" (quasi Vorgänger der Berufsfeuerwehr) in das Zentralfeuerwehrhaus im Rathausinnenhof (Rückermainstraße).

Fuhrpark Ende der 1950er Jahre

Die frühen 1950er Jahre standen vor allem im Zeichen von Instandhaltungsmaßnahmen: Der Steigerturm wurde instandgesetzt, Rollläden ausgebessert und gestrichen und die Beleuchtung überholt. Auch in der Fahrzeughalle wurde gewerkelt, Türen und Fenster wurden neu gestrichen. 1956 erhielt der Löschzug 3 eine Drehleiter DL 30 von der Ständigen Wache, die wiederum 1963 zum Schätzwert von 500 DM an die Malzfabrik Geis verkauft wurde. Es war das letzte mal in der Geschichte der Sanderauer Feuerwehr, dass eine Drehleiter zum Fuhrpark zählte. Daneben gab es 1959 ein LF 32, ein LF 8 und einen Schlauchkraftwagen.

In den 1960er Jahren gab es zahlreiche Übungen, darunter auch Großübungen. So musste 1964 beispielsweise eine Löschwasserversorgung zur Festung Marienberg aufgebaut werden. Mitte und Ende der 1960er Jahre hatte die Feuerwehr Sanderau vor allem mit veralteter Technik zu kämpfen - 1965 zählte beispielsweise lediglich noch ein LF 25 zur Ausrüstung der Wehr, da ältere Fahrzeuge veräußert wurden.

Die Situation entspannte sich leicht mit der Anschaffung eines neuen Tragkraftspritzenfahrzeugs im Jahr 1971 und eines Tanklöschfahrzeuges TLF 8 auf Unimog-Basis. Letzteres Fahrzeug war zugleich Bestandteil der Katastrophenschutzeinheit 1. LZW-WÜ (S), deren Mannschaft überwiegend vom Sanderauer Zug gestellt wurde. Der Schlauchkraftwagen (SKW) versah von 1976 bis 1996 seinen Dienst. 1974 erhielt unser Zug erstmals Atemschutzgeräte - drei Geräte wurden übernommen.

1976 wurde dem Löschzug 3 ein Schlauchkraftwagen (SKW) überstellt (siehe Bild links), der bis 1996 seinen Dienst versah. Er war ebenfalls Bestandteil der oben genannten Katastrophenschutzeinheit. "Es war das einzige Fahrzeug dieser Art in Würzburg und so kommt damit auch eine Menge Arbeit auf die Sanderauer Wehr zu, die diese jedoch gerne und mit Freude versieht", heißt es dazu in der Chronik. Im Gegenzug musste das TSF bis 1981 an den Löschzug Grombühl (und darauffolgend an die Feuerwehr Versbach) abgetreten werden.

Die Mannschaft beim 110-jährigen Jubiläum im Jahr 1985.Zu Beginn der 1980er Jahre umfasste der Fuhrpark somit ein TLF 8, einen SKW und ein TSF. Was noch fehlte, war ein Mannschaftstransportwagen. Hierfür wurde 1981 ein VW T2 ("Bully") in Eigenregie zum Feuerwehrfahrzeug umgebaut. Finanziert wurde das Fahrzeug unter anderem aus rund 82 Geld- und Sachspenden: 5.900 DM kamen letztlich zusammen - einen nicht unerheblichen Teil spendeten die Feuerwehrleute selbst.
Nur ein Jahr später gab es erneut Zuwachs im Fahrzeugpool: Vom Bund erhielt der Löschzug Sanderau ein LF 16-TS mit einem Funksprechgerät - für Würzburg einmalig! Die Übergabe erfolgte 1982 im Rahmen des 2. Sanderauer Hoffestes (1981 fand das erste Hoffest statt). 1984 erhielt auch der Schlauchkraftwagen einen Fahrzeugfunk. In diesem Jahr wurden außerdem die beiden Bergungszüge in die Zellerauer Daimlerstraße ausgelagert, die seit 1970 mit in der Schillerschule untergebracht waren. 1985 feierte unser Zug sein 110-jähriges Jubiläum mit Kommersabend, Hoffest und Festgottesdienst. 40 Aktive, 31 Passive und 20 Fördernde sowie zwei Feuerwehranwärter zählte die Wehr in dieser Zeit - ein Mitgliederstand, auf den man heute schon mit etwas Wehmut zurückschaut.


1990er Jahre bis heute: Einzug moderner Technik | Löschzug 3 Sanderau

Geschmückte Saugbiene: Die Fahrzeugübergabe erfolgte 1994 im Rahmen des 14. Hoffestes. Das TSF-W ersetzte ein TSF aus dem Jahr 1971.Die 1990er Jahre waren geprägt von Modernisierungen: 1994 wurde das alte TSF aus dem Jahre 1971 durch ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser (TSF-W) ersetzt, das bis heute seinen Dienst im Löschzug verrichtet. Die Übergabe erfolgte im Rahmen des 14. Sanderauer Hoffestes unter Anwesenheit des Bürgermeisters Dr. Georg Fuchs. Das TSF-W ist das kleinste Löschfahrzeug im Zug. Das Tragkraftspritzenfahrzeug Wasser kommt deshalb insbesondere auch da zum Einsatz, wo Großfahrzeuge ihre Probleme haben: Beispielsweise auf der Festung Marienberg mit ihren alten Toren. Aufgrund der geringen Fahrzeughöhe kann das TSF-W problemlos die Alte Mainbrücke oder auch die Unterführung im Neuen Hafen durchfahren. Das TSF-W ist mit einem Schnellangriff ausgestattet und führt eine überschaubare Menge Wasser mit sich. Daneben wird das Fahrzeug bei Sicherheitswachen in der s.Oliver-Arena (Carl-Diem-Halle) eingesetzt. Im gleichen Jahr wurden auch die Unterrichtsräume renoviert.

Übergabe des Bund-Fahrzeuges Schlauchwagen 2000 Trupp (SW 2000 Tr). Der Schlauchwagen ersetzte den Schlauchkraftwagen (SKW) aus dem Jahr 1976.1996 wurde außerdem der Schlauchkraftwagen SKW von 1976 durch den Schlauchwagen 2000 (SW 2000 Tr) ersetzt. Es handelte sich um ein Katastrophenschutzfahrzeug des Bundes. Das Fahrzeug dient insbesondere der Wasserförderung über lange Wegstrecken und ist mit einer Tragkraftspritze (Ziegler Ultraleicht) 8/8, zwei Kilometer B-Druckschläuchen, sowie einer kleinen Beladung für die Brandbekämpfung ausgestattet. Die B-Schläuche liegen gekuppelt in Buchten und können während der Fahrt verlegt werden. Ein GPS-Gerät rechnet aus, wann eine Pumpe gesetzt werden muss. Der SW 2000 fährt mit Truppbesatzung (Tr) und ist speziell auch für den Einsatz im Gelände ausgelegt (Allrad, Sperrdifferential, spezielle Bereifung). Mit dem Fahrzeug wurden und werden seitdem regelmäßig Übungen mit Wasserförderung über lange Schlauchstrecken abgehalten.

Ein besonderes Ereignis für den Löschzug Sanderau war die Teilnahme am Wettbewerb "Bayernchampion" 1997 in München: Im Städtevergleich zwischen Bayreuth und Würzburg siegte unser Löschzug in der TV-Sendung. Mit dem Wettbewerb machte unser Löschzug überregional in der Öffentlichkeit auf sich aufmerksam.

Die im Jahr 2000 gegründete Jugendgruppe unseres Löschzugs.In das neue Jahrtausend startete der Löschzug 3 mit einer Sitzbereitschaft: Wegen möglicher Computerfehler mit nicht prognostizierbaren Auswirkungen musste unser Löschzug das neue Jahr alkoholfrei begrüßen. Zwei Monate später wurde erstmals in der Geschichte der Sanderauer Feuerwehr eine Jugendfeuerwehr gegründet. Die Jugendgruppe war jedoch nicht von langer Dauer. 2000 wurden außerdem das 125-jährige Bestehen des Löschzugs und das 20. Sanderauer Hoffest gefeiert. Es gab einen Festkommers, Festbetrieb mit Fahrzeugschau, Festgottesdienst und Festzug durch die Sanderau. Auch der Fuhrpark wurde im neuen Jahrtausend modernisiert: 2007 erhielt der Löschzug ein neues Mehrzweckfahrzeug (MZF), der einen bis dahin eingesetzten Ford Transit (3/80/1) aus den 1990er Jahren ersetzte. Ebenfalls 2007 wurde das LF 16-TS durch ein zeitgemäßes LF 10 Allrad ersetzt, das bis heute das Primärfahrzeug in unserem Löschzug ist. Das LF 10 trug in der Anfangszeit den inkorrekten Funkrufname 3/48/1, der später entsprechend der Fahrzeugbeladung zu 3/47/1 korrigiert wurde und durch den Umstellung auf den Digitalfunk ein drittes Mal zu 3/43/1 wechselte. Auf älteren Bildern ist deshalb noch die alte Funkrufkennung zu sehen.


Entgegen jeder Klischees: Viele junge Menschen engagieren sich ehrenamtlich

140-jähriges Jubiläum im Jahr 20152015 war es soweit: Unser Löschzug feierte 140-jähriges Bestehen. Seit 140 Jahren leisten in der Sanderau Feuerwehrmänner und -frauen ihren Dienst für die Allgemeinheit. 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr für unsere Stadt! Vieles hat sich verändert in den letzten Jahrzehnten: Geänderte gesellschaftliche Rahmenbedingungen haben dazu geführt, dass die Zahl der Menschen, die sich in der Feuerwehr engagieren überschaubarer wurde. Die großen Hoffeste konnten und können aufgrund der dünneren Personaldecke nicht mehr veranstaltet werden. Dagegen spielen Soziale Netzwerke, WhatsApp und Internet auch bei der Feuerwehr eine immer wichtigere Rolle für die Mitgliedergewinnung. Auch mit eine Plakataktion machte man auf sich aufmerksam. Zuletzt wurde unser Löschzug vor allem durch Studenten und jüngere Menschen deutlich verstärkt. Der Zug ist letztlich personell immer im Wandel. Trotz aller Schwierigkeiten starten wir motiviert und zuversichtlich in die nächsten 140 Jahre!